Was ist denn los gerade ...

Einblick und Rückblick

Es geht ordentlich vorwärts mit der Planung bei Esperanza: die tolle Unterstützung in Form von Direktkrediten, die wir von euch erfahren, erlaubt es uns voraussichtlich noch dieses Jahr das Grundstück zu kaufen! Und darauf soll natürlich so bald wie möglich der Bau folgen – aktuell planen wir mit Baubeginn im Frühjahr 2022. Und so werkelt jede AG momentan an spannenden, herausfordernden Themen, um den Weg zu bereiten. Eine gute Gelegenheit, euch einen tieferen Einblick in einige der AGs und den aktuellen Stand der Dinge zu geben!

AG Finanzen

Rauchende Köpfe, umfangreiche Excel-Kalkulationen und die Vorbereitung von weitreichenden Entscheidungen – hierauf stößt, wer sich zum zweimal wöchentlich stattfindenden AG-Treffen einwählt. Ein wesentlicher Aspekt bei der Finalisierung unseres Finanzplans war die Festlegung des sozial geförderten Wohnraums. Für die Gruppe war klar, dass Esperanza auch Wohnraum für Menschen mit kleinerem Geldbeutel bieten soll – aber unter welchen bürokratischen Auflagen? Binden wir uns an die Vergabe über den Wohnberechtigungsschein oder wäre ein internes Sozialkonzept die flexiblere und möglicherweise auch gerechtere Lösung? Welchen Effekt hat es auf unsere Mieten, wenn wir Förderprogramme für soziales Wohnen in Anspruch nehmen können? 

Nach intensiver Diskussion der finanziellen und gemeinschaftlichen Gesichtspunkte fiel die Entscheidung im Plenum: 6 Wohnungen unterschiedlichen Zuschnitts – das entspricht 21% der Wohnfläche in unserem Projekt –  möchten wir als sozial geförderten Wohnraum umwidmen.

Der nächste Schritt ist nun, den besten Finanzierungspartner zur Umsetzung dieses Plans für uns zu finden.  Hier gilt es aus den vorliegenden Angeboten der Banken die beste Kombination aus langfristiger Zinsbindung, niedriger Tilgungsrate und geringem Zins zu identifizieren. Denn so können wir die Mieten aller Menschen, die im Esperanza Projekt wohnen werden, langfristig stabil und bezahlbar gestalten. Wichtig ist uns aber auch eine gute Kommunikation und die Begeisterung unseres/unserer Bankberater*in für unser Konzept. Glücklicherweise stoßen wir mit unserer Anfrage auf großes Interesse, sodass wir optimistisch sind, die Finanzierung sehr bald fixieren zu können. Also: spannende Zeiten in der AG Fin!

AG Bau

Eng verknüpft mit der Finanzplanung und dem anstehenden Grundstückskauf ist unsere Bauplanung. Für die bauantragsreife Ausgestaltung der Pläne stand die Festlegung des Energiestandards im Zentrum der Debatte. Zusammen mit unserem Architekten von Meides & Schoop und unserem Energieberater spielten wir verschiedene Maßnahmen zur Energieeinsparung und die damit einhergehenden Baukosten durch. Letztendlich waren wir uns sehr schnell sehr einig, dass Energieeinsparung und damit einhergehend auch ein angenehmes Raumklima im Sommer wie im Winter angesichts des Klimawandels höchste Priorität hat. Durch Anpassungen der Außenhülle (Wanddicke) und Optimierung der Fenstergrößen können wir gemäß Kalkulation den energetischen Standard eines Effizienzhauses 40 erreichen. Das bedeutet, dass die Esperanza Häuser um 60% weniger Primärenergie benötigen als das gesetzliche Referenzgebäude! Das ist nicht nur für die Umwelt gut, sondern auch für unsere Mieten: die fallen niedriger aus, da wir die entsprechenden Förderprogramme in Anspruch nehmen können und geringere Ausgaben für Energie haben werden. 

Die nächsten Schritte, wie die Bauantragsstellung, liegen nun zum größten Teil in der Hand unseres Architekturbüros, sodass die AG Bau einmal durchatmen kann.

Übrigens, auf dem städtebaulichen Modell im House of Maemories auf Franklin stehen unsere Häuser schon!

Unsere Häuser im Modell
Unsere Häuser im Modell

AG Öffi

“Sich tummeln” lautet das Motto in der AG Öffentlichkeit! Wir möchten unser Projekt noch weiter bekannt machen und Menschen dafür begeistern, sich uns anzuschließen, sich zu engagieren oder uns mit einem Direktkredit zu unterstützen. Über den Spätsommer konnten ja viele Veranstaltungen wieder (fast) wie gewohnt stattfinden, und diese Gelegenheit wollten wir nicht ungenutzt verstreichen lassen. Neben unseren monatlichen Wurzeltischen konntet ihr uns im September beim Spinellifest an einem Infostand kennenlernen, wir informierten beim “Babbeln am Bauzaun” im Oktober zu unserem Projekt und vernetzten uns bei einem gemeinsamen Rundgang durch die bestehenden Projekte des Mietshäuser Syndikats im Rhein Neckar Delta. Auch bei einer Infoveranstaltung zu nachhaltigen Geldanlagen, initiiert vom Geldkompass Netzwerk Heidelberg, stellten wir unser Projekt vor. Als sportliche Variante der Öffentlichkeitsarbeit nahmen einige von uns beim Franklin Halbmarathon im Oktober teil, um bei dieser Gelegenheit das frisch gedruckte Esperanza-Lauf-Shirt 21,1 km durch die Stadtteile Franklin, Spinelli, Vogelstang zu tragen. Bei goldenem Oktoberwetter, tollen Zuschauer*innen und bester Stimmung lief es sich dann auch fast wie von selbst (fast!). Und einen guten Überblick über die Nachbarschaft haben wir nun auch. Aber Bilder sagen mehr als tausend Worte, deshalb hier einige Impressionen um das Esperanza-Update abzuschließen!